Wir sind im Süden Kasachstans angekommen. Morgen geht es an die Grenze zu Usbekistan. Hier haben wir regelmässig tagsüber um die 30°C doch kühlt es glücklicherweise nachts gut ab. So können wir gut schlafen. Nach dem Besuch von Türkistan wollen wir wieder in die Steppe. Ein Platz an einem Stausee soll es werden. Leider ist der Feldweg dorthin ca. 10km lang und perfekt für einen Lada oder Buchanka (typische Geländefahrzeuge aus der Sovjetzeit) geeignet – leider weniger für uns. Aber mit etwas Geduld erreichen wir einen herrlichen Platz am Stausee. Regelmässig besuchen uns hier Pferde-, Kuh-, Ziegen- und sogar Kamelherden. Mit deren Hirten kamen wir immer wieder in nette „Gespräche“. Einer von ihnen rief seinen Bruder in Bremen an, der uns etwas Übersetzungsarbeit leistete. Sie wiesen uns allerdings auch darauf hin, daß der See durch den Regen im Umland demnächst steigen wird. So verließen wir diesen wunderschönen Platz am kommenden Tag.
Die letzte Großstadt, die wir besuchten war Schymkent. Die drittgrößte kasachische Metropole hat uns mit ihrem orientalischen Flair überrascht. Wir können mitten im Zentrum auf einem Parkplatz am Unabhängigkeitspark stehen, ein perfekter Startpunkt für die Erkundung der Stadt. Zuerst besuchen wir die historische Zitadelle. Die restaurierte Anlage zählt zu den ältesten Orten Kasachstans und bietet interessante Einblicke in die Geschichte der ehemaligen Seidenstraßenstadt. Von den Aussichtspunkten oberhalb der Mauern eröffnet sich ein weiter Blick über die Stadt. Unsere Vorräte haben wir im Qyrgy Bazar, dem pulsierenden Herz Schymkents, aufgestockt. Zwischen Gewürzständen, frischem Obst, traditionellen Stoffen und dampfenden Teekannen tauchen wir tief in den Alltag der Region ein. Händler preisen lautstark ihre Waren an, während der Duft von frisch gebackenem Tandyr-Brot durch die Gassen zieht. Zum Mittagessen haben wir sehr leckere Teigtaschen probiert. In einem schönen Restaurant, dem Jeti Tandyr, genossen wir ein letztes Mal die kasachische Küche.
Nun übernachten wir noch ein letztes Mal in der Steppe, bevor es morgen an die usbekische Grenze geht. Dann heisst es wieder mit viel Geduld die einzelnen Grenzstationen abzuarbeiten, alle Formulare bereithalten, Geld wechseln, SIM-Karte besorgen, Autoversicherung abschließen und uns dabei nicht von unlauteren Verkäufern abzocken lassen.






