Antike Stätten in der Türkei

Als erstes besuchen wir die Überreste der Grabstätte einer der engsten Jünger von Jesus Christus, der auch als der Verfasser des Johannesevangeliums gilt.Diese befinden sich in Selçuk, ganz in der Nähe der historischen Stadt Ephesus. Diese hatten wir schon bei unserem letzten Besuch besichtigt. Die heutige Ruine stammt aus dem 6. Jahrhundert und wurde unter Kaiser Justinian I. erbaut. Zur Zeit des Byzantinischen Reiches war sie eine der bedeutendsten christlichen Orte in Kleinasien. Der Tod von Johannes des Apostels ist historisch nicht ganz eindeutig belegt. Er soll im hohen Alter eines natürlichen Todes gestorben sein. Damit ist er der einzige Apostel, der nicht als Märtyrer gestorben sein soll. Er war etwas ganz Besonderes, sich an diesem Ort an diesen besonderen Mann zu erinnern. Gleich um die Ecke besichtigten wir noch die Reste des Tempel der Artemis, eines der Sieben Weltwunder der Antike, der im NT immer wieder von Bedeutung ist. Übrig ist allerdings nur noch eine Säule. Zur Entspannung ging es nach Şirince, einem kleinen Bergdorf, das besonders bekannt für seinen Fruchtwein ist (z. B. Granatapfel, Kirsche, Pflaume). Sie werden überall in kleinen Läden und bei Verkostungen angeboten werden. Leider alles sehr touristisch und extrem überteue.

Am nächsten Tag ging es weiter zur antiken Stadt Afrodisias. Sie war Aphrodite, der Göttin der Liebe und Schönheit geweiht. Versch. Bildhauerschulen profitierten von dem reichen Marmorvorkommen der Region. Hier befindet sich das besterhaltene Stadion der Welt! Das 270 Meter lange Stadion bietet Platz für 30.000 Zuschauer!!! Auch das monumentale Tempeltor war echt beeindruckend. Auch das weiße Marmortheater mit 7.000 Plätzen ist sehr sehenswert. Ein altes Badehaus, versch. Verwaltungsgebäude, das Gericht und unzählige Werke aus der Bildhauerschule liegen überall rum. Früh am Morgen waren wir dort fast allein bei schönstem Frühlingswetter unterwegs. Unglaublich wie viele antike Steine hier rumliegen, auf denen man hier rumklettern kann. Am kommenden Tag besuchten wir ein kleineres Dorf und widmeten uns anderen Sehenswürdigkeiten: einem großen lokalen Markt, auf dem wir unsere Gemüsevorräte wieder aufstocken konnten. Der Besuch eines kleinen rustikalen Restaurants war für mich der Höhepunkt. Es gab keine Karte, sie konnten kein Englisch, wir kein Türkisch aber irgendwie haben wir es geschafft, Pide und Salat zu bei dem freundlichen Betreiber zu bestellen. Bei der Zubereitung konnten wir zusehen und: es hat super geschmeckt!

Den nächsten Stop legten wir in Antalya ein. Nachdem wir uns durch den dichten Innenstadtverkehr zur Feierabendzeit bis in die Stadtmitte gekämpft hatten, fanden wir einen guten und erstaunlich ruhigen Platz auf einem großen Parkplatz. Am nächsten Morgen ging’s dann daran, die Altstadt zu besichtigen. Leider ist auch die historische Innenstadt extrem touristisch. Einen „historischen Markt“ haben wir uns dann ganz anders vorgestellt: Überall Zeugs für Touristen, wohl meist aus China. Die bekannten Highlights haben wir abgearbeitet, wie das Hadriantor, den Uhrenturm, das geriffelte Minarett der Yivli Minare Mosque aus roten Ziegeln, das Wahrzeichen von Antalya, den historischen Hafen und zahllose Restaurants, die den Besucherstrom besonders im Hochsommer verpflegen. Danach gings wieder ins Auto und weiter Richtung Osten.

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