Verbesserungen am Kermit

Unser Kermit wird immer besser! Durch die Erfahrung unserer ersten Reise in den Senegal haben wir jetzt Zuhause für die anstehende Reise durch Zentralasien einige Verbesserungen vorgenommen. Glücklicherweise sind es nur Kleinigkeiten. Wir wollen gut vorbereitet auf die neue und sicherlich herausfordernde Reise sein. Sicherlich interessiert sich auch mancher von euch, was sich bei uns bewährt oder eher nicht bewährt hat. Hier eine kleine Liste unseres todos der letzten Wochen:

Neue Kühlschranktür: Wir haben einen Kühlschrank ohne Eisfach von der Firma Kissmann (KB130ENI). Dessen Türrahmen ist im Senegal einfach auseinandergebrochen. So wie es aussah war der Rahmen schlecht geklebt, was ich dann glücklicherweise selbst beheben konnte. Auf Nachfrage wurde uns eine kostenlose Ersatztür zugesagt. Die Kommunikation mit der Firma Kissmann war einfach und sehr hilfreich. Nun ist die neue Tür eingebaut und hält (hoffentlich!). Ein Gitter wurde bei der Gelegenheit auch noch auf Kulanz ersetzt.

Lüfter über dem Kühlschrankkompressor: Über dem Kühlschrank habe ich eh schon einen ca. 10cm hohen Freiraum zur Lüftung eingebaut. Auch in den Boden und Deckenplatten des Kühlschrankrahmens haben wir Durchlässe. Dies reicht bei hohen Temperaturen aber nicht, um die entstandene Hitze des Kompressors entsprechend abzuführen. Jetzt sind zwei Computerlüfter eingebaut, die bei Bedarf zugeschaltet werden können und die warme Luft durch den Lüftungsschlitz nach Vorne fördern. Ich hoffe, das wird bei hohen Aussenthemperaturen genügen.

Neuer Frischwassersensor: Der eigentlich hochwertige Sensor (Supersense Laser) der Firma comworks.de zeigte sich im Alltagsgebrauch als untauglich. Die Optik des Sensors setzt durch die häufige Berührung mit Wasser zu. Es lagert sich Kalk ab und damit funktioniert er nicht mehr. In sich nicht bewegenden Tanks, in denen das Wasser nicht mit dem Senor in Berührung kommt mag das gut funktionieren, im Offroadbetrieb tut es das bei uns nicht. Die Firma comworks.de hat uns den Sensor kostenlos in einen druckbasierten Sensor getauscht. Mit diesem wird mittels eines Schlauches über den darin sich verändernden Druck der Wasserstand gemessen. So wie es aussieht, scheint das besser zu funktionieren. Bei der Gelegenheit habe ich die Bettunterlage etwas optimiert, um leichter an den Sensor ranzukommen

Abstandsgewirke an den Rückseiten der Sitzpolster: Wie auch um unsere Matratze haben wir jetzt ein sog. Abstandsgewirke an der Rückseite der Polster angebracht. In der kalten Jahreszeit hat sich am Rücken der Polster Feuchtigkeit gebildet. Diese hätte sicher irgendwann zu Schimmel geführt. Jetzt sollte dies nicht mehr passieren. Bei dieser Gelegenheit hat Renate die Größe der Polster noch minimal angepasst (die Nutzung des Durchstiegs ist jetzt einfacher)

Neue USB Steckdose: Von denen kann man nie genug haben. Eine weitere wurde dort installiert wo die Kabel zum Laden der handys weniger im Weg rumliegen

Kabelkanal geschützt: Eine hübsche uns stabilen Schweller habe ich noch am Eingang verbaut, um den dort befindlichen Kabelkanal zu verdecken und zu schützen. Das hatte ich vor unserer Abreise nicht mehr geschafft.

Schwächen, die durch das Fahren auf Wellblechpisten offenbar wurden: Nach unseren Fahrten in Mauretanien haben sich einige kleine Schwächen in den Befestigungen gezeigt, die nun behoben sind: Die Aufhängung des Herdes wurde verstärkt, der Puschlock einer Türe präziser eingebaut, Taschen an der Wand besser befestigt, Madenschrauben an den Türklinken wieder angebracht.

Schwerlastauszüge am Einstiegspodest: Leider halten die Verriegelungen an den Schwerlastauszügen des Einstiegspodestes schlecht. Einer von beiden ist schon unterwegs abgebrochen, der Zweite hält auch nicht mehr sicher, sodaß ich die Schwelastauszüge noch tauschen muss. Das ist eine größere Aktion, die erst in den kommenden Tag erledigt wird.

Neue Bremsbacken und -Scheiben vorne: Vor unserer langen Reise ins Gebirge Zentralasiens habe ich unsere Bremsen begutachten lassen. Es zeigte sich, daß die Bremsen Vorne ersetzt werden mussten. Die Backen waren „verbrannt“ und haben sich schon begonnen aufzulösen (zerbröseln). Dabei wurde die Scheiben gleich mit ersetzt. Die Bremsen hinten sehen wie neuwertig aus, die können so bleiben.

Tank mit Schutzlack versehen: Unser Tank rostet bereits an etlichen Stellen. Besonders da, wo er von Steinschlag betroffen ist haben wir jetzt eine zusätzliche Schutzlackierung angebracht.

Weitwinkelspiegel: Auf der Fahrerseite habe ich noch einen Weitwinkelspiegel angebracht. Er hilft ganz besonders auf der Autobahn den toten Winkel einzusehen

Flüssigkeiten: Das Öl in der Servolenkung habe ich ausgetauscht, da wir unterwegs ein Leck hatten und nicht 100% passendes Öl nachgefüllt werden musste. Das ist jetzt mit entsprechendem Öl, das auch von Mercedes freigegeben ist, ersetzt.

Eine Komplettwäsche: Ist nach dem Tripp in die Sahara kein Luxus. Überall hat sich Sand und Staub angesammelt. Besonders an den beweglichen Teilen war mir wichtig, diesen so weit wie möglich zu entfernen. Untenrum hat Kermit eine ausführliche Komplettwäsche erhalten.

In den Werkstattstopps der vergangenen Reise in den Senegal wurden ja schon einige entscheidende Verbesserungen vorgenommen:

Kühler gereinigt: Schon Zuhause ist uns aufgefallen, daß die Kühlleistung zu gering ist und der Motor bei Beanspruchung schnell warm wird. Uns wurde erklärt, daß das wohl mit der Leistungssteigerung zusammenhängen könnte, deren höhere Hitzeentwicklung nicht wie nötig abgeführt werden kann. Der Einbau eines Thermostates, das etwas früher öffnet sollte helfen. Das tat es aber nur ungenügend und so wurde ein Werkstattaufenthalt in Casablanca notwendig. Dieser offenbarte die Ursache: Der Kühler war durch Schmutz, Staub, Dreck fast komplett zugesetzt. Wie eine Art „Filzteppich“ waren die Kühlrippen geschlossen. Kermits Alter (über 30 Jahre) haben da wohl Spuren hinterlassen. Nach der vorsichtigen mechanischen Reinigung und dem Auswaschen kühlt er seither perfekt. Bisher hat ihn keine Steigung mehr ins Schwitzen gebracht.

Maßnahmen am Fahrgestell: Immer wieder rissen unsere Stoßdämpfer vorne ab. Der linke auf der Autobahn, der rechte bei unserer ersten Offroadfahrt. In Zagora ließen wir uns eine verstärkte Aufnahme bauen. Da einer der Stoßdämpfer bereits komplett hinüber war wurden beide getauscht. Auch die Aufhängung hinten wurde verstärkt (auch hier war ein Stoßdämpfer abgerissen). Die Fahrerhauslagerung hatte sich durch die Geländefahrten etwas gelockert und wurde wieder befestigt, die Gummimuffen der Federaufnahme vorne waren durchgenudelt, diese wurden ersetzt, das vordere Differenzial abgedichtet und ein ABS-Sensorkabel verlässlich befestigt.

Allg. Wartungsarbeiten: Natürlich haben wir die ganz normalen Wartungsarbeiten durchgeführt: Öl- und Filterwechsel, abschmieren, neuer TÜV und ASU, …

Kermit ist nun in einem weitaus besseren Zustand als je zuvor und so sehen wir zuversichtlich auf den Start in unsere Zentralasienreise. Das was wir mit Kermit gemacht haben, steht nun auch bei uns selbst an: Termine bei Augenarzt, Urologe, Frauenarzt, Zahnarzt, Hausarzt und Friseur. Danach sollten wir aber wirklich bereit sein 😉

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